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Grenzen im Journalismus [Version: Facharbeit, Original]

Grenzen im Journalismus

 

Ich habe vor kurzem eine Facharbeit über Grenzen im Journalismus für die Schule geschrieben, im folgenden wird diese ohne Verbesserungen von Fehlern nachzulesen sein, mit Literaturverzeichnis und dem ganzen Kram. Wer das nicht braucht und lieber einen ganz normalen Artikel lesen will, der kann das hier tun.

+++ Ab hier Original+++

 

 

 

 

 




1 Einleitung


Welche Grenzen setzen eigentlich Staat und Gesellschaft dem Journalismus? Diese Frage stellt man sich zum Beispiel, wenn man hört, dass Oliver Welke zum Unterhaltungsjournalisten 2015 gewählt wurde (Wagner, 2016, o.S.). Die von Welke moderierte Satiresendung „Heute Show“ geht nah an einige gesetzliche Grenzen (Polenz, 2013, S.1). Die staatlichen Grenzen und Empfehlungen durch den Presserat werden in dieser Facharbeit näher erörtert. Auf die Betrachtung moralischer Grenzen wird im Hinblick auf den Umfang verzichtet.


2 Was ist Journalismus?


Um die gesetzlichen Grenzen von Journalismus nachvollziehen zu können, muss man verstehen, was Journalismus ist. Es gibt allerdings keine genaue Definition für Journalismus (Neuberger & Kapern, 2013, S.26), sondern lediglich Definitionsversuche.

                                                                                           

2.1 Definitionsversuche von Journalismus


Die meisten Autoren sind der Meinung, dass Journalismus die Selbstbeobachtung der Gesellschaft und weitere Sekundärfunktionen ermöglicht (Scholl & Weischenberg, 1998, S.76). Diese Sekundärfunktionen besagen vielen Autoren zufolge, dass Journalismus dem Zweck dient, durch das Setzen einer Agenda gezielt einige Themen sachlich zu behandeln, um ein gemeinsames Weltbild zu erschaffen. Dadurch sollte der Journalismus in einer Demokratie als eine Art Moderator der öffentlichen Diskussionen fungieren. Er sollte dabei den Teilnehmern dieser Diskussion das überlegte Entscheiden zwischen verschiedenen Argumenten ermöglichen und darf dabei durchaus auch seine eigene Meinung vertreten. (Neuberger et al., 2013, S.27). Die Auswahl der Themen ist dabei durch deren Aktualität und Universalität geprägt. Die Merkmale der Kommunikation des Journalismus sind Öffentlichkeit und fortlaufende Berichterstattung. Er ist immer objektiv, das heißt er berichtet nichts Erfundenes, sondern behandelt Tatsachen. Das Ziel des Journalismus ist es dabei weitgehend unabhängig zu sein (ebd., S.28). Journalismus ist allerdings nicht nur Berichterstattung und Meinungsverbreitung, sondern auch Unterhaltung und Service (Löwisch, 2009, S.31). Journalismus definiert sich also durch das was er leistet und nicht durch die Art und Weise wie er Geld verdient, er ist nämlich kein Geschäftsmodell (Altmeppen, 2014, S. 17).

Man könnte versuchen über eine Definition des Berufes „Journalist“ eine Definition für Journalismus zu erstellen, allerdings ist auch dieser Beruf nicht eindeutig definiert. Es gibt zwar einen Presseausweis, dieser macht einen aber nicht zum Journalisten, denn Journalist ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung und der Presseausweis hat kein amtliches Prüfsiegel (Neuberger et al., 2013, S.33). Der Deutsche Journalisten-Verband behauptet Journalist sei, wer hauptberuflich an der Erarbeitung oder Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung beteiligt ist (ebd., S.24). Auch die meisten anderen Autoren definieren den Journalisten hauptsächlich durch seine berufliche Tätigkeit (Kaltenbrunner, 2007, S.11).


3 Zielsetzungen von staatlichen Grenzen für den Journalismus


Damit eine Gesellschaft effektiv funktionieren kann, muss der Journalismus frei sein (Löwisch, 2009, S.35). Denn wenn der Journalismus eng mit dem Staat verbunden ist, wie unter anderem in Italien, schwächt dies das Vertrauen in die Medien (Weber, 1997, S.1) und es kommt zu einer einseitigen Meinungsbildung, die häufig fehleranfällig ist. (Löwisch, 2009, S.35). Pressefreiheit sollte also gegeben sein und es sollte keine Zensur stattfinden. (ebd. S. 37). Um das zu erreichen, sollte die Pressefreiheit schon in der Verfassung niedergeschrieben sein und Journalisten sollten ohne äußere Bedrohung arbeiten können, außerdem sollte die Presse finanziell unabhängig sein (Neuberger et al., 2013, S.111). Wie gut die Pressefreiheit in einem Land ist, wird von der unabhängigen Organisation  Freedom House untersucht (Freedom House, 2015, o.S.).

Im besten Fall stellt die Regierung der Presse alle Informationen zur Verfügung, so wie es häufig in den skandinavischen Ländern der Fall ist (Löwisch, 2009, S.63). Es sollte also möglichst wenig Grenzen von staatlicher Seite für den Journalismus geben.

Für eine gute Demokratie muss es allerdings auch einige Grenzen geben, unter anderem um die Vielfallt der Medien zu sichern und Meinungsmonopole nicht entstehen zu lassen (Neuberger et al., 2013, S.81). Der Journalismus muss außerdem streng von der Public Relation (PR) getrennt sein (ebd., S.95), sonst könnte der Journalismus leicht ein Instrument der PR werden (ebd., S.87). Der Journalist der Böhme Zeitung Herr Grönefeld teilte mir im Interview mit, dass letztendlich immer dann eine Grenze gezogen werden müsse, wenn Persönlichkeitsrechte anderer in Gefahr wären (Telefoninterview, 2016). Die Presse muss sich immer an die sonstigen Gesetzte eines Landes halten, ganz besonders beim Jugendschutz und der Wahrung der Persönlichkeitsrechte, dabei muss immer zwischen dem Interesse der Öffentlichkeit und den Interessen der betroffenen Personen abgewogen werden (Schwenke, 2013, o.S.).

Einige Wissenschaftler fordern sogar, Journalisten müssten sich die Arbeitsweise von Wissenschaftlern zu Eigen machen, um glaubwürdiger zu werden (Post, 2013, S.5).


4 Grenzen für den Journalismus in Deutschland und Österreich


Die staatlichen Grenzen für den Journalismus sind in jedem Land andere. Ich werde mich hier auf die Grenzen in Deutschland und in Österreich fokussieren und diese vergleichen. Beide Länder nutzen zusätzlich noch einen Presserat, der zwar außerstaatlich ist, die Gesetze in dieser Form aber erst möglich macht. Dadurch haben beide Länder eine gut vergleichbare Basis.


4.1 Staatliche Grenzen für den Journalismus in Deutschland


In Deutschland werden Journalisten nicht nur durch die Gesetze eingeschränkt. Die wichtigsten Grenzen für den Journalismus legt der deutsche Presserat fest (Löwisch, 2009, S. 72).


4.1.1 Gesetzliche Grenzen für den Journalismus in Deutschland


In Artikel 5 des Grundgesetzes ist zu lesen:


(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung (Grundgesetz, 2013, S.7).


Durch Artikel 5 des Grundgesetzes erhält die Presse eine Staatsfreiheit. Durch die Einschränkungen der allgemeinen Gesetze wird Printmedien verboten, Menschen zu beleidigen, Geheimnisse an die Öffentlichkeit weiterzugeben und es wird verordnet, dass Werbung immer als solche zu erkennen ist. Des Weiteren sind Autoren verpflichtet eine Gegendarstellung zu veröffentlichen, wenn jemand behauptet, dass die Zeitung Unwahrheiten über ihn verbreitet. Die Vorschriften für Telemedien und für den Rundfunk sind diesen ähnlich (Branahl & Eberwein, 2011, S.1). Der Rechtsbegriff Telemedien bezeichnet elektronische Informationsdienste, sowie Kommunikationsdienste. Auf die genauen Pflichten der staatlichen Rundfunkunternehmen und deren Finanzierung wird in der Facharbeit nicht näher eingegangen, da sie zum Thema nicht wesentlich beitragen, dieser Sachverhalt sollte aber auf Grund der Vollständigkeit nicht unerwähnt bleiben.

Die Presse genießt in Deutschland zwar ein Informationsrecht seitens der Behörden über deren öffentliches Vorgehen, die Auskünfte können aber verweigert werden, wenn dadurch ein Verfahren gefährdet oder verlangsamt wird (Eigene Recherche, Pressegesetze der Bundesländer). Dies gilt im Presserecht aller Bundesländer.

Außerdem muss die Presse sich an die Gesetze zum Jugendschutz halten (Löwisch, 2009, S.63). Dadurch wird der Presse verboten Medien zu verbreiten oder öffentlich zu machen, welche von der BPjM, der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, verboten wurden (Schlaghecken & Schley, 2011, S.8), oder generell schwer jugendgefährdend sind, also volksverhetzende, gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte enthalten (ebd., S.9).

Ein Vertriebsverbot gilt für Medien, welche schwer jugendgefährdende Inhalte nach § 131StGB, also Gewaltverherrlichung, und §§

184a bis 184c StGB enthalten, also Kinder-, Jugend-, Gewalt- und Tierpornographie (ebd.). Zusätzlich ist die Presse verpflichtet vom Jugendschutz entsprechend bewertete Inhalte auch zu kennzeichnen (ebd., S.6). Wie die Kennzeichnung genau erfolgt führt allerdings am Thema vorbei, wichtig ist, dass sie das Ziel hat, bemerkt zu werden. Zusätzlich sorgt die Kommission für Jugendschutz dafür, dass Filme und Fernsehsendungen ab 16 Jahren oder höher erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden und jugendgefährdende Internetseiten nur für Erwachsene zugängig gemacht werden. Dass die Pressefreiheit dadurch eingeschränkt wird, nimmt der Gesetzgeber in Kauf. Auch stehen Kinder und Jugendliche unter besonderem Schutz vor der öffentlichen Berichterstattung, ohne Einwilligung der Eltern darf nicht über sie berichtet werden. Wenn sie in ein Verbrechen verwickelt sind, ist ihre Namensnennung verboten und sie dürfen auf Bildmaterial nicht zu erkennen sein (Löwisch, 2009, S.73).

Das Verbreiten von Medien mit strafbarem Inhalt, wie Hetzparolen oder Ehrverletzung gegen eine Gruppe ist ebenfalls verboten, bei Verstoß liegt ein Presse-Inhaltsdelikt vor (ebd., S.63).

Zu den Inhalten, dessen Veröffentlichung strafbar ist, zählen die Leugnung des Holocaust, sowie sämtliche Beleidigungen des Andenkens der Opfer, die Anleitung oder der Aufruf zu Attentaten und Polizeibeleidigung (ebd.).

Die beschriebenen Gesetze sind innerhalb der Bundesländer im Wesentlichen identisch (Pressegesetze der Bundesländer), unterscheiden sich allerdings deutlich in der Form der Formulierung. Darauf genauer einzugehen, würde das Thema nicht bedeutend weiterbringen.

Es werden allerdings nicht nur Inhalte reguliert, sondern auch die Medien an sich (die medienanstalt, 2016, o.S.), damit ein Anbieter keinen zu großen Einfluss auf die Meinungsbildung in Deutschland erlangen kann (Neuberger et al., 2013, S.81). Eine solche Einschränkung gibt es im Internet jedoch nicht (ebd., 82).

In der Facharbeit wird nur auf die relevanten gesetzlichen Einschränkungen in Deutschland eingegangen, eine noch tiefere Analyse der Deutschen Pressegesetze würde hier den Rahmen sprengen.


4.1.2 Verstöße des Staates gegen den Grundsatz der Pressefreiheit


Manchmal handelt der Staat allerdings auch gegen gesetzliche Grundlagen. Als die Polizei beispielsweise im Juli 2014 mit einem Durchsuchungsbeschluss beim Darmstädter Echo die Herausgabe des Namens eines Nutzers erzwang, welcher im Internetforum der Zeitung anonym einen Verwaltungsmitarbeiter beleidigt haben sollte, verstieß sie damit gegen die Pressefreiheit. Dieser Verstoß wurde aber später vom Landgericht Darmstadt eingeräumt (Reporter ohne Grenzen, 2015, S.7). Fälle wie diese sind in Deutschland allerdings die Ausnahme und werden in der Regel im Nachhinein klargestellt.

4.1.3 Grenzen für den Journalismus in Deutschland durch den Presserat


Der Presserat ist unabhängig vom Staat und wurde 1956 gegründet, um eine stärkere Regulierung der Presse abzuwehren (Löwisch, 2009, S.72). Deshalb nimmt er in Deutschland eine besondere Stellung ein, denn ohne ihn hätten wir unsere heutigen Pressegesetze nicht in der Form wie wir sie heute kennen. Aus diesem Grund kann man den Staat Deutschland nicht im Hinblick auf die Pressefreiheit analysieren ohne den Presserat zu erwähnen.

Der Presserat ist eine Möglichkeit für den Bürger die Presse zu regulieren. Er stellt einen Pressekodex auf, der teilweise mit der aktuellen Rechtslage übereinstimmt, teilweise aber auch darüber hinausgeht (ebd., S.71). Der Presserat ist nur für Print- und Onlinemedien zuständig, nicht aber für den Rundfunk (Deutscher Presserat, 2015c, o.S.).

Der Pressekodex besteht aus 16 Ziffern, welche jeweils einen Grundsatz beschreiben (Deutscher Presserat, 2015, o.S.). Der erste Grundsatz ist die Wahrhaftigkeit und Wahrung der Menschenwürde, dieser schließt das Verbot eines Informationsmonopols mit ein, sowie ein umfängliches Berichten im Wahlkampf. Dies bedeutet, die Presse muss auch über Standpunkte schreiben, die sie selbst nicht teilt und Pressemitteilungen müssen als solche gekennzeichnet werden (Deutscher Presserat, 2015b, S.2). Gegen die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit verstieß beispielsweise „Fokus Online“ als dort ein Video, welches eine vier Jahre alte Fälschung war, nicht als solche dargestellt wurde (Schönauer, 2015, o.S.).

Zweiter Grundsatz ist die Sorgfaltspflicht, also die Pflicht Informationen, die zur Veröffentlichung gedacht sind, zu überprüfen (ebd.). Der Sinn der Informationen darf nicht verfälscht werden, sowie es beispielsweise die Dresdner „Bild“ am 8.9.2014 in ihrem Artikel über Sanitäter getan hat, welche Schutzwesten angeschafft hatten. Die „Bild“ setzte die Anschaffung der Schutzwesten in Zusammenhang mit einer Angst vor Attacken in einem Hotel, welches Asylbewerber beherbergte, dieser war nicht gegeben (Schönauer, 2014, o.S.).

Die Sorgfaltspflicht schließt auch mit ein, dass unbestätigte Meldungen als solche gekennzeichnet werden müssen, dasselbe gilt auch für Symbolfotos. Bei Umfragen müssen die Hintergrundinformationen, wie Auftraggeber und wie repräsentativ diese sind, mitveröffentlicht werden. Ein Symbolfoto muss  entsprechend gekennzeichnet werden. Wenn die Presse einen Vorausbericht veröffentlicht, trägt sie die Verantwortung der Wahrheitszusicherung. Ein Interview muss nur gekennzeichnet werden, wenn das Gesagte im Wesentlichen wörtlich zitiert wird. Es ist auch journalistisch vertretbar, wenn es das Gesagte ohne Quellenangabe korrekt wiedergibt. Grafische Darstellungen müssen eindeutig sein (Deutscher Presserat, 2015b, S.3). Auch bei Leserbriefen muss der Pressekodex beachtet werden. Die Presse trägt die Verantwortung, dass sich der gesamte von Nutzern erstellte Inhalt an den Pressekodex hält (ebd. S.4).

Der dritte Grundsatz besagt, dass sich die Presse zur Richtigstellung falscher Behauptungen verpflichtet (ebd.).

Der vierte Grundsatz beschreibt die Grenzen der Recherche. Ein Journalist darf nur verdeckt recherchieren, wenn dabei in besonderem öffentlichem Interesse gehandelt wird und die Informationen auf andere Weise nicht zugänglich sind. Rettungsmaßnahmen für Opfer sind wichtiger als Berichterstattung. Kinder, Jugendliche und Personen die nicht im Vollbesitz ihrer geistigen oder körperlichen Kräfte sind, dürfen bei der Recherche nicht ausgenutzt werden (ebd., S.5), wie es beispielsweise die „Bild“ 2007 tat, als sie ein Interview mit dem in Untersuchungshaft sitzendem Marco W. abdruckte, welches ohne Einverständnis des Anwalts und der Eltern entstand (Bildblog, 2008, o.S.). Personenbezogene Daten, die ohne Achtung des Pressekodex erhoben wurden, müssen gelöscht oder gesperrt werden (Deutscher Presserat, 2015b, S.5).

Im fünften Grundsatz wird festgelegt, dass das Berufsgeheimnis auch für Journalisten gilt. Sie dürfen Informanten also nicht ohne deren Zustimmung verraten. Die Vertraulichkeit muss nicht gewahrt werden, wenn es um ein Verbrechen geht und Pflicht zur Anzeige besteht oder wenn staatspolitische Gründe überwiegen. Über geheime Vorgänge darf berichtet werden, wenn die Information für die Öffentlichkeit wichtiger ist als die Gründe für die Geheimhaltung. Das Arbeiten für einen Nachrichtendienst, wie den BND, ist für Journalisten verboten (ebd.). Personenbezogene Daten dürfen an eine andere Redaktion zu journalistischen oder redaktionellen Zwecken weitergegeben werden, wenn sie mit dem Hinweis versehen werden, dass sie nur zu journalistisch-redaktionellen Zwecken genutzt werden dürfen (ebd., S.6).

Der sechste Grundsatz besagt, dass Journalisten Tätigkeiten die ihre Glaubwürdigkeit in Frage stellen, wie das Arbeiten in der Politik, streng von ihrer journalistischen Arbeit trennen müssen (ebd.)

Im siebten Grundsatz wird die Trennung von Werbung und Journalismus definiert. Dort heißt es, dass Werbung immer als Werbung zu erkennen sein muss und sich an werberechtliche Regeln halten muss, anders als beispielsweise die „Bild“ am 4.1.2007 gehandelt hat, als sie über die Aldi Reiseziele berichtete (Bildblog, 2007, o.S.). Journalistische Artikel dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Es muss auf einen sauberen Umgang mit PR-Material geachtet werden. Informationen über den Wirtschafts- und Finanzmarkt dürfen nur für publizistische Zwecke genutzt werden. Berichterstattung über Wertpapiere darf nicht mit dem Zweck betrieben werden, Freunde oder Familie zu bereichern. Journalisten dürfen keine Wertpapiere kaufen oder verkaufen, über die sie in den zwei vorangegangenen Wochen etwas veröffentlicht haben oder über die sie in den nächsten zwei Wochen eine Veröffentlichung planen (Deutscher Presserat, 2015b, S.6).

Der Schutz der Persönlichkeit wird im achten Grundsatz definiert. Die Presse muss sich an den redaktionellen Datenschutz halten, sie darf also nur über das Privatleben eines Menschen berichten, wenn in der Öffentlichkeit ein Informationsinteresse darüber besteht. Reine Sensationsgier ist kein Grund zur Berichterstattung. Über Kinder und Jugendliche, sowie Familienangehörige, die nicht unmittelbar vom Geschehen über das berichtet wird, betroffen sind, wird in der Regel nicht geschrieben. Über Vermisste darf erst nach Absprache mit den entsprechenden Behörden berichtet werden (ebd., S.8). Auch über Straftaten, Ermittlungen und Gerichtsverfahren darf berichtet werden. Wenn personenbezogene Daten veröffentlicht werden, muss aber immer zwischen öffentlichem Interesse, Möglichkeit der Identifizierung eines Täters und dem Datenschutz abgewogen werden. Wenn über bereits zurückliegende Verbrechen berichtet wird, sollte die Namensnennung und Fotoveröffentlichung des Täters unterbleiben. Über Personen, die an der Rechtspflege beteiligt sind, also beispielsweise Richter, darf berichtet werden, über Zeugen in der Regel nicht. Opfer stehen unter einem besonderen Schutz, über sie darf nur berichtet werden, wenn befugte Personen zugestimmt haben, oder wenn es sich um eine Person des öffentlichen Lebens handelt (ebd., S.7). Über Erkrankungen darf nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden. Über Selbsttötung darf in der Regel nur mit besonderer Zurückhaltung,  auch hinsichtlich der Identität des Betroffenen, berichtet werden und nicht wie die „Bild“ als sie über den Suizid  eines jungen Mädchens ohne Zurückhaltung bei der Schilderung der Begleitumstände, berichtete (Bildblog, 2008b, o.S.). Aufenthaltsorte müssen von der Presse unter besonderen Schutz gestellt werden, folglich darf meist nicht über sie berichtet werden. Jubiläumsdaten von Personen außerhalb des öffentlichen Interesses, werden erst nach der Überprüfung des Einverständnisses des Betroffenen veröffentlicht. Bei dem Berichten über Personen, die eine gefährliche Oppositionsposition in anderen Ländern innehaben, ist besonders zu beachten, dass diese dadurch nicht in weitere Gefahr gebracht werden und ihre Freunde und Familien dadurch nicht gefährdet werden (Deutscher Presserat, 2015b, S.8).

Im neunten Grundsatz wird der Schutz der Ehre beschrieben, bei dem es darum geht, dass Journalisten keinen Menschen durch eine unangemessene Darstellung verletzen dürfen (ebd., S.9), so wie es zum Beispiel die „Bild“ 2004 tat (Deutscher Presserat, 2016, o.S.), als sie einen Richter persönlich angegriffen hatte und in diesem Zusammenhang auch die übersteigerte Aussage „Saustall Justiz“ verwendete (Bildblog, 2005, o.S.).

Der zehnte Grundsatz erklärt, dass die Presse auf das negative Bewerten von Religionen, Weltanschauungen und sittlichen Prinzipien verzichten muss (Deutscher Presserat, 2015b, S.9).

Des Weiteren erläutert der elfte Grundsatz den angemessenen Umgang mit Sensationen, vor allem zu den Themen Gewalt und Leid. Zusätzlich verweist der elfte Grundsatz darauf, dass sich die Presse an den Jugendschutz halten muss.

Übertrieben sensationelle Artikel beispielsweise, behandeln einen Menschen nur als Objekt. Dieses Vergehen ist besonders schwerwiegend, wenn es sich um einen körperlich oder seelisch leidenden Menschen handelt. Diese Artikel sind nicht erlaubt, wenn sie über das öffentliche Interesse hinausgehen. Wenn die Presse Gewalt oder Leid auf der Titelseite präsentiert, muss sie immer auch die mögliche Wirkung auf Kinder und Jugendliche beachten. Bei der Information über Gewalttaten, muss die Presse immer zwischen dem öffentlichen Interesse und dem Interesse der Opfer abwägen. Sie darf auch keine Vermittlungsversuche zwischen Straftätern und der Polizei unternehmen oder Interviews mit Tätern beim Ablauf der Tat abwickeln. Bei der Berichterstattung von Unglücksfällen oder Katastrophen muss mit Respekt vorgegangen werden. Verunglückte und leidende Personen dürfen durch die Berichterstattung nicht benachteiligt oder verletzt werden. Die Presse sollte sich aber nicht an pauschale Nachrichtensperren halten. Ein mit der Polizei vereinbartes Vorgehen gibt es nur, wenn das Leben oder die Gesundheit von Menschen dadurch gerettet werden kann. Wenn die Strafverfolgungsbehörden die Presse um Hilfe in Form eines Stopps der Berichterstattung bittet, gibt die Presse diesem nur nach, wenn es gut begründet ist. Wenn Verbrecher ihre Taten später rechtfertigen oder Opfer im Nachhinein belasten, darf dies nicht veröffentlicht werden. Auch auf die Verharmlosung von Drogen muss die Presse verzichten (ebd.). Ein schlechtes Beispiel im unangemessen sensationellen Umgang mit einer Enthauptung, produzierte die „Bild“ 2004 als sie das Foto eines Kopfes ohne Körper von Nicholas Berg abdruckte (Bildblog, 2005, o.S.).

Ziffer zwölf erklärt den nächsten Grundsatz, den der Diskriminierungen. Das Diskriminieren auf Grund von Geschlechtern, Behinderungen, ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Zugehörigkeiten ist verboten. Besonders bei Verbrechen wird die Zugehörigkeit zu einer Minderheit nur erwähnt, wenn sie zum Verstehen des Tathergangs nötig ist, denn es muss immer daran gedacht werden, dass dadurch Vorurteile entstehen können (Deutscher Presserat, 2015b, S.10). Ein negatives Beispiel hierfür ist der Umgang der „Bild“ mit Asylbewerbern 2004, als sie eine Familie ohne vorliegende Tatsachen beschuldigte die Umgebung zu terrorisieren und sogar Fotos und Anschrift der Familie veröffentlichte (Bildblog, 2005, o.S.).

Aufgrund der dreizehnten Ziffer gilt der Grundsatz der Unschuldsvermutung auch in der Presse. Das heißt niemand darf als Täter bezeichnet werden, es sie denn, er hat ein Geständnis abgelegt und es liegen Beweise gegen ihn vor oder das Verbrechen wurde in der Öffentlichkeit begangen. Die Presse ist nicht an juristische Begriffe gebunden, insofern diese für den Leser nicht von Belang sind. Allerdings muss zwischen Verdacht und Schuld sprachlich eine deutliche Grenze gezogen werden. Wenn bereits über eine noch nicht rechtskräftige Verurteilung gesprochen wurde, sollte sie auch über einen Freispruch oder die Einstellung des Ermittlungsverfahrens berichten, wenn der Betroffene nichts dagegen hat (Deutscher Presserat, 2015b, S.10). Dies versäumte beispielsweise die „Bild“ als sie einen Artikel über einen angeblichen „Kinderschänder“ nicht korrigierte (Niggemeier, 2009, o.S.). Bei Straftaten von Jugendlichen muss die Presse im Falle einer Berichterstattung auch an deren Zukunft denken (Deutscher Presserat, 2015b, S.10).

Der vierzehnte Grundsatz klärt über den Umgang bei der medizinischen Berichterstattung auf. Es muss dabei darauf geachtet werden, dass durch eine unangemessene sensationelle Berichterstattung nicht die unbegründete Hoffnung auf Heilung entsteht. Forschungsergebnisse, die noch nicht beendet sind, dürfen nicht als solche dargestellt werden (ebd.).

Der fünfzehnte Grundsatz befasst sich mit Vergünstigungen. Journalisten ist es verboten Vergünstigungen oder Vorteile anzunehmen, welche auch zur Bestechung genutzt werden könnten. Wenn ein Journalist sich bestechen lässt, handelt er unehrenhaft und berufswidrig. Es ist sogar zu vermeiden Geschenke oder Einladungen anzunehmen, die nach außen hin als negative Einflüsse wahrgenommen werden können, wenn diese über das notwendige Maß hinausgehen. Die Annahme von Geschenken darf die journalistische Arbeit nicht beeinflussen. Wenn Journalisten an einer Pressereise teilnehmen und darüber berichten, müssen sie die Finanzierung kenntlich machen (ebd., S.11).

Am Schluss steht ein sechzehnter Grundsatz, der zur Rügenveröffentlichung. Dieser beschreibt, wie mit den Regulierungen des Presserates auf einen Artikel umgegangen werden muss (ebd.).

Bei einer korrekten Beschwerde wendet sich der Presserat an das betroffene Medium und bittet es um eine Stellungnahme. Zusätzlich hat der Presserat vier Möglichkeiten um Beschwerden nachzukommen. Die härteste ist eine öffentliche Rüge (Löwisch, 2009, S.72), die laut des sechzehnten Grundsatzes abgedruckt werden muss (Deutscher Presserat, 2015b, S.11), einen Rechtsanspruch gibt es dafür allerdings nicht (Löwisch, 2009, S.71). Eine nicht öffentliche Rüge muss nicht abgedruckt werden. Die beiden anderen Möglichkeiten des Presserates bestehen darin, das Vorgehen oder die Berichterstattung einer Redaktion zu rügen oder die Redaktion darauf hinzuweisen, dass sie einen Fehler gemacht hat (Löwisch, 2009, S.72).

Nach dem sechzehnten Grundsatz muss der Leser bei einer Rügenveröffentlichung über den Inhalt der ursprünglichen Meldung informiert werden und näher gebracht bekommen, was falsch gelaufen ist. Die Rügen müssen in angemessener Form veröffentlicht werden und bei Telemedien mit der Original Meldung verbunden werden (Deutscher Presserat, 2015b, S.11).

Allerdings hatte der Presserat schon von Beginn an Schwierigkeiten mit einigen Medien, die sich die Kritik nicht gefallen lassen wollten. Der Stern ging deshalb 1958 bis vor das Gericht, und behauptete, der Presserat würde eine Geschmackszensur ausüben. 1981 stellte der Presserat die Arbeit sogar komplett ein, da der Kölner Express den Abdruck einer Rüge verweigerte. 1985 wurde er wieder aktiv, nachdem viele Verlage versprochen hatten, Rügen in Zukunft abzudrucken. Mittlerweile haben sich 95 Prozent der Verlage bereiterklärt, die Rügen vom Presserat abzudrucken. Da die Zeitungen ihre Handlungsweise aber auch nach einer Rüge nicht verbessern, werfen Kritiker dem Presserat vor, zu wenig Macht und Möglichkeiten zu haben (Löwisch, 2009, S.72).

Beim Presserat kann jeder Beschwerde einreichen, wenn er den Eindruck hat, dass eine Publikation gegen den Pressekodex verstößt, es muss nur angegeben werden gegen welche Grundsätze verstoßen wurde und wann und wo der Verstoß stattgefunden hat. Der Presserat leitet in der Folge die notwendigen Schritte ein.


4.2 Staatliche Grenzen für den Journalismus in Österreich


Auch in Österreich ist der Journalismus sowohl durch den Staat als auch durch den Presserat eingeschränkt. Das Mediengesetz gilt in ganz Österreich.


4.2.1 Gesetzliche Grenzen für den Journalismus in Österreich


In Österreich ist der Journalismus vor allem durch das Mediengesetz beschränkt, dieses soll laut Bundeskanzleramt die freie Meinungsäußerung sichern und ist nur durch die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten beschränkt (Bundeskanzleramt, 2016, o.S.). In der Facharbeit wird nur auf die relevanten durch das Gesetz gegebenen Grenzen eingegangen.

Der Presse ist üble Nachrede, Beschimpfung, Verspottung und Verleumdung verboten. Wenn es sich allerdings um die Wahrheit handelt oder nach angemessener Recherche von Wahrheit ausgegangen werden kann, liegt kein Verbrechen vor (ebd.). Zusätzlich ist es der Presse verboten persönliche Lebensbereiche zu verletzen, es sei denn, der Bericht handelte von einer öffentlichen Sitzung oder es besteht ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit und es entsprach mit großer Wahrscheinlichkeit der Wahrheit. Wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Leidtragende mit der Veröffentlichung einverstanden war, ist eine Berichterstattung ebenfalls gestattet (ebd.).

Wenn jemand in eine Straftat verwickelt ist, dürfen über ihn keine personenbezogenen Angaben gemacht werden. Das Verbot gilt nicht, wenn es sich um einen erwiesenen Bericht über eine Debatte in einer öffentlichen Sitzung handelt oder die Veröffentlichung amtlich veranlasst oder vom Betroffenen zuvor genehmigt war (ebd.)

Wenn ein Mensch noch nicht rechtskräftig verurteilt ist, darf er in den Medien nicht als Täter dargestellt werden. Es sei denn, es handelt sich um einen Tatsachenbericht über eine Debatte in einer öffentlichen Sitzung oder wenn es sich um einen zutreffenden Bericht über ein Urteil erster Instanz handelt, obwohl dieses nicht rechtskräftig ist. Auch verfällt das Verbot wenn es sich um eine fehlerfreie Wiedergabe Dritter handelt und ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an dem Gesagten besteht. Es ist verboten Aufnahmen, Bilder oder schriftliche Aufzeichnungen einer Person ohne Grund zu veröffentlichen (ebd.).

Jeder Mensch hat den Anspruch auf eine unentgeltliche Gegendarstellung in einem Medium, das  Informationen über ihn verbreitet hat, es sei denn die Gegendarstellung entspricht nicht der Wahrheit. Außerdem hat jeder Anspruch darauf, dass in einem regelmäßig erscheinenden Medium über den Ausgang eines Strafverfahrens berichtet wird, wenn zuvor darüber berichtet wurde (ebd.).

Der Presse ist es verboten, Einfluss auf eine laufende Gerichtsverhandlung zu nehmen (ebd.)

Werbung muss auch in Österreich immer als solche zu erkennen sein (ebd.).

„Die strafrechtliche Verantwortlichkeit für Medieninhaltsdelikte bestimmt sich, soweit im [F]olgenden nichts anderes bestimmt ist, nach den allgemeinen Strafgesetzen", steht im Bundesgesetz über die Presse und andere publizistische Medien unter §28 (ebd.). Des Weiteren finden sich Details zur Verjährung und anderen strafrechtlichen Dingen und sind bei der Suche nach journalistischen Grenzen nicht relevant.

Regelmäßig erscheinende Medienwerke, die Anzeigen veröffentlichen, müssen Meldungen des Staates in Krisen- und Katastrophenfällen möglichst schnell veröffentlichen. Ebenso müssen gerichtliche Entscheidungen über das Medienwerk, veröffentlicht werden.  Diese Veröffentlichungen müssen vollständig erfolgen (ebd.).


4.2.2  Grenzen für den Journalismus in Österreich durch den Presserat


Wie in Deutschland ist der Presserat in Österreich unabhängig von dem Staat aber dennoch eine wichtige Grenze für den Journalismus. Er versteht sich als Qualitätssicherung des Journalismus und Schutz der Pressefreiheit. Seine Hauptaufgabe ist es Missstände in der Presse aufzudecken und dagegen vorzugehen (Österreichischer Presserat, 2016, o.S.). Der Österreichische Presserat stellt einen Ehrenkodex, welcher, wie der Pressekodex in Deutschland, die Grundlagen für journalistisches Handeln liefert und teilweise mit dem österreichischen Gesetz übereinstimmt, teilweise darüber hinausgeht.

Der Ehrenkodex besteht aus zwölf Grundsätzen, der erste Grundsatz sichert zum einen die Pressefreiheit, zum anderen stellt er die Regel auf, dass das Verbreiten von Meldungen nicht eingeschränkt werden darf (Österreichischer Presserat, 2013, S.1).

Der zweite Grundsatz verpflichtet Journalisten zu einer Genauigkeit bei der Recherche und der Veröffentlichung (ebd., S.1), dagegen hatte beispielsweise die Zeitung „Österreich“ verstoßen als sie sexuellen Missbrauch als „Sex“ und in der Überschrift sogar als „heißes Date“ bezeichnete (Österreichischer Presserat, 2015, S.2). Mit Anführungszeichen gekennzeichnete Zitate müssen möglichst nah am Original sein. Anschuldigungen dürfen nicht veröffentlicht werden, ohne dass zuvor versucht wurde eine Stellungnahme des betroffenen Menschen einzuholen. Wenn ein Journalist bemerkt, dass er einen Fehler begangen hat, so ist eine freiwillige Richtigstellung angemessen. Wenn ein Leser eine begründete Korrektur verlangt, muss dieser so schnell wie möglich nachgekommen werden. Wenn in der Presse über ein Geschehnis berichtet wurde und neue Informationen darüber auftauchen, muss der Leser angemessen darüber informiert werden (Österreichischer Presserat, 2013, S.2). Im dritten Grundsatz des Österreichischen Presserates wird festgelegt, dass immer klar erkennbar sein muss, ob es sich um einen Artikel der Presse handelt oder um eine Wiederholung einer Fremdmeldung, sowie einen Kommentar (ebd., S.2). Ein   Kommentar ist zum Beispiel 2015 auf der Website „meinbezirk.at/innsbruck“ nicht als solcher gekennzeichnet worden, als dort eine provokante Einleitung zu den Verbrechen in der Umgebung geschrieben wurde (Österreichischer Presserat, 2015b, S.2). Fremdmeldungen sollten auf Wahrheitsgehalt überprüft werden. Fotomontagen oder Bildbearbeitungen müssen als solche kenntlich gemacht werden (Österreichischer Presserat, 2013, S.2). Im vierten Grundsatz steht, dass äußerer Einfluss auf einen journalistischen Artikel verboten ist. Das bedeutet, dass auch Journalisten keine Vorteile oder Geschenke annehmen dürfen. Aus wirtschaftlichem Interesse eines Verlags dürfen keine Fehlinformationen verbreitet werden. Wenn über Reisen berichtet wird, auf die ein Journalist eingeladen wurde, muss darauf hingewiesen werden (ebd.).

Der fünfte Grundsatz sichert jedem Menschen den Schutz seiner Würde und Persönlichkeit zu (ebd., S.3). Gegen diesen Grundsatz verstieß 2015 auf „krone.at“ ein Artikel in welchem Bilder von der Hinrichtung von Menschen gezeigt wurden. Dies sei laut Presserat ein eindeutiger Verstoß gegen den Schutz der Persönlichkeit, weil der Moment des Todes zu der Privatsphäre des Strebenden zählt (Österreichischer Presserat, 2015c, S.2).  Menschen deren Leben in Gefahr ist, dürfen von der Presse nicht identifiziert werden, wenn das die Gefährdung erhöhen würde (Österreichischer Presserat, 2013, S.3). Es folgt der sechste Grundsatz der festlegt, dass das Privatleben jedes Menschen geschützt ist. Bei Kindern ist der Schutz der Intimsphäre wichtiger als eine Nachricht. Bei der Veröffentlichung von Bildern und Artikel über Jugendliche muss deswegen vor der Veröffentlichung das öffentliche Interesse besonders genau geprüft werden. Wenn über Verbrechen von Jugendlichen berichtet wird, darf dadurch die Wiedereingliederung nicht erschwert werden, die vollständige Namensnennung ist deshalb zu unterlassen. Wenn ein Bericht die Zukunft von Kindern beeinflussen könnte, muss besonders zurückhaltend agiert werden (ebd.). Im siebten Grundsatz werden pauschale Beleidigungen und Diskriminierung verboten (ebd.). Im achten Grundsatz werden unangemessene Methoden bei der Recherche verboten. In Einzelfällen sind allerdings verdeckte Recherchen erlaubt, wenn dadurch Informationen von besonderem öffentlichem Interesse erlangt werden können. Vor der Veröffentlichung von Privatfotos ist die Erlaubnis des Betroffenen einzuholen, beziehungsweise bei Kindern die Erlaubnis des Erziehungsberechtigten, es sei denn an der Veröffentlichung besteht ein begründetes öffentliches Interesse (ebd.). Dagegen verstieß allerdings „krone.at“ als sie Fotos des privaten Facebook Accounts eines ermordeten Taxifahrers veröffentlichten, ohne zuvor eine Genehmigung der Hinterbliebenen einzuholen (Österreichischer Presserat, 2015d, S.2). Der neunte Grundsatz behandelt redaktionelle Spezialbereiche. Reiseberichte sollten auf soziale und politische Hintergründe des Landes hinweisen. Bei Berichterstattungen über Automobile sollte auch über umwelt-, verkehrs- und energiepolitische Hintergründe berichtet werden. Bewertungen von Konsumgütern müssen nach nachvollziehbaren Kriterien von guten Journalisten niedergeschrieben werden (Österreichischer Presserat, 2013, S.4).

Das öffentliche Interesse wird im zehnten Grundsatz definiert (ebd.). Im elften Grundsatz wird festgelegt, dass Journalisten Informationen, die sie im Rahmen ihrer Arbeit erhalten haben, nur für journalistische Zwecke nutzen dürfen (ebd.).

Bei der Berichterstattung über Selbstmord muss besonders genau zwischen öffentlichem Interesse und Gefahren der Veröffentlichung, wie Nachahmungsversuchen, abgewogen werden (ebd.).

Auch beim Österreichischen Presserat ist durchaus wieder Kritik an seiner Wirksamkeit angebracht, unter anderem weil trotz vieler Rügen die Zahl der Verstöße immer weiter zunimmt (Mark, 2015, o.S.).

Der Presserat in Österreich prüft journalistische Artikel immer dann, wenn er eine Beschwerde oder eine Mitteilung erhält. Mitteilungen kann jeder einreichen, Beschwerden nur direkt Betroffene. Bei einer Beschwerde wird direkt ein Verfahren begonnen, bei einer  Mitteilung entscheidet der Senat des Presserates, ob es zu einem Verfahren kommt.

Wenn beim Verfahren entschieden wird, dass es sich um einen Verstoß gegen den Ehrenkodex handelt, fordert der Senat den betroffenen Medienkonzern auf die Entscheidung freiwillig im betroffenen Medium zu veröffentlichen (Österreichischer Presserat, 2015c, S.3).


5 Diskussion


Im Folgenden möchte ich zur Beurteilung der im Vorfeld beschriebenen Grenzen übergehen und Deutschland und Österreich im Hinblick auf diese vergleichen.


5.1 Vergleich der Grenzen für Journalismus in Österreich und Deutschland


Als erstes muss man feststellen dass sich die staatlichen Grenzen für Journalismus in Österreich und Deutschland doch recht ähnlich sind (vgl. Kapitel 5.1


und 6.1), was an einem ähnlichen kulturellem Hintergrund liegen könnte und daran, dass sich beide Länder auch innerhalb der Europäischen Union befinden. Beide Länder haben zusätzlich zu den staatlichen Gesetzen noch einen Presserat, der darüber hinaus die Medien überwacht und Vergehen auch häufiger in Form von Rügen ahndet (vgl. Kapitel 5.3 und 6.2).

Einer der größten Unterschiede besteht darin, dass in Deutschland das Presserecht Sache der Länder ist, während es in Österreich bundesweit gilt. Allerdings führt das zu keinem so großen Unterschied, da die Pressegesetze der Bundesländer sich alle sehr ähnlich sind. Der zweite große Unterschied besteht darin, dass der Jugendschutz in Deutschland eine wesentlich größere Rolle einnimmt als in Österreich. In beiden Ländern ist zwar die Berichterstattung über Kinder und Jugendliche eingeschränkt, aber in Deutschland werden Kinder und Jugendliche zusätzlich noch über die BPjM vor jugendgefährdenden Medien geschützt und über eine freiwillige Alterskennzeichnung von Medien vor möglichen Gefahren gewarnt. Auch für das Internet gibt es in Deutschland entsprechende Jugendschutzgesetze. Der dritte Unterschied ist, dass Deutschland bei gewissen Begriffen und Volksverhetzung aus historischen Gründen sehr sensibel ist, das ist in Österreich nicht der Fall. Außerdem scheint es in Österreich kein Gesetz gegen ein Meinungsmonopol, egal in welchem Medium, zu geben (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1).

Im Übrigen sind die Gesetze ähnlich und unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten und Formulierungen (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1). Auch der Pressekodex des Deutschen Presserates und der Ehrenkodex des Österreichischen Presserates decken sich in den wesentlichen Punkten (vgl. Kapitel 5.3 und 6.2).


5.2 Beurteilung der Grenzen für Journalismus in Deutschland und Österreich


In beiden Ländern ist der Journalismus grundsätzlich frei, was das wichtigste Kriterium für guten Journalismus darstellt (vgl. Kapitel 4, 5.1 und 6.1). Außerdem findet in beiden Ländern im Vorfeld keine Zensur statt (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1), mit Ausnahme der des Jugendschutzes in Deutschland. Jugendgefährdende Medien sind für Erwachsene nicht verboten, dürfen aber, wenn sie von der BPjM beschlagnahmt wurden, nicht mehr offen beworben werden (vgl. Kapitel 5.1), daher ist die Pressefreiheit gewährleistet (vgl. Kapitel 4). Pressefreiheit ist in Deutschland im Grundgesetz und in Österreich im Mediengesetz verankert (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1) und wird dadurch dauerhaft gewährleistet (vgl. Kapitel 4). Finanziell komplett unabhängig kann Journalismus nie sein. Entweder muss Journalismus Geld verdienen und deshalb seine Berichterstattung auf die Leser zuschneiden oder von einem wirtschaftlichen Unternehmen mitfinanziert werden, wie beispielsweise die MC Donalds Kino Zeitung. In anderen Fällen wird der Journalismus vom Staat finanziert, wie zum Beispiel das öffentliche Fernsehen. Ein finanziell unabhängiger Journalismus wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht umsetzbar, daraus kann man Deutschland und Österreich keinen Vorwurf machen (vgl. Kapitel 4). Allerdings bekommen deutsche und österreichische Medien nicht immer Zugang zu allen staatlichen Informationen und dürfen nicht über alle staatlichen Geschehnisse, wie Gerichtsverhandlungen, berichten (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1). Gegen Meinungsmonopole gibt es nur in Deutschland Richtlinien, in Österreich nicht (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1). In beiden Ländern müssen PR und Journalismus getrennt werden und Persönlichkeitsrechte stehen in beiden Ländern unter besonderem Schutz (vgl. Kapitel 5.1 und 6.1) und das ist gut so. Insgesamt liegen die beiden Länder im internationalen Vergleich der Pressefreiheit, laut dem Ranking bei Freedom House, in der besten Kategorie (Freedom House, 2015b, o.S.).


6 Fazit


Die in der Einleitung (vgl. Kapitel 1) erwähnte „Heute Show“ geht zwar manchmal nah an gesetzliche Grenzen, überschreitet diese jedoch nicht. Den Beschwerden konnte sie immer dadurch ausweichen, dass es sich um eine stark satirische Überspitzung realer Tatsachen handelt und niemand unzulässig dadurch beleidigt wird (Polenz, 2013, S.1).

Und gerade, dass solches in Deutschland möglich ist, macht mich froh in einem Land wie Deutschland zu Leben. Obwohl ich sagen muss, dass ich es besser fände, wenn der Presserat mehr Möglichkeiten hätte. Ein Journalist kann im Grunde alles schreiben was er will und wird dann, wenn überhaupt, meist erst Wochen später dafür gerügt. Das bekommen dann häufig einige der Leser leider gar nicht mehr mit. Deshalb denke ich der Presserat muss die Macht bekommen auch weitreichende Konsequenzen zu erwirken, entweder durch ein häufiges Auftreten in den Medien oder durch das Weiterreichen von besonders schweren Vergehen (vgl. Kapitel 5.3, S.8, z.30ff) an das Gericht, so dass es zu Geldstrafen oder Schlimmeren kommen kann. Nur so können Verlage aus meiner Sicht nachhaltig zur Einhaltung der Richtlinien des Presserates veranlasst werden.

Literatur und Quellenverzeichnis



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Interviews



Telefoninterview mit Grönefeld, S. (2016)




Eidesstattliche Erklärung


Hiermit versichere ich, dass ich die Facharbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe, alle Ausführungen, die anderen Schriften wörtlich oder sinngemäß entnommen wurden, sind kenntlich gemacht worden.






Unterschrift der Verfasserin / des Verfassers



Anhang



Telefoninterview mit Grönefeld, S. (2016)


[…]

Brockmann: „Wie sollten für Sie die staatlichen Grenzen im Journalismus liegen?“

Grönefeld: „Ja letztendlich muss man immer da die Grenze ziehen wo die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen verletzt werden, das ist wahrscheinlich dann die wichtigste Grenze.“

[…]

Brockmann: „Wo liegen für Sie die moralischen Grenzen im Journalismus?“

Grönefeld: „[…] Natürlich auch da (gemeint ist die Antwort auf die erste Frage) und aber auch natürlich […] immer Bereiche wo in Kauf genommen wird, dass beim Leser etwas anderes ankommt als das gemeint war. […] Zum Beispiel so, dass es durch schlechte Formulierungen zu einer anderen Schlussfolgerung kommt als es eigentlich geplant war. […]“

[…]


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